1) ataraxia

29.08.2018OffByadmin

Die einfachsten und ursprünglichen Grabmale und die somit älteste 1) ataraxia verbreitetste Bestattungsart bestand im Errichten eines Erdhügels oder Steinhaufens über der Asche der Verstorbenen. Von solchen Grabmälern berichteten das Buch Josua wie auch Homer und Vergil. Die Juden hatten zunächst keine besonders festgelegten Bestattungsplätze. Diese errichteten sie an Landstraßen, in Gärten und auf Bergen.

Die alten Griechen wurden ursprünglich an einem eigens für diesen Zweck bestimmten Platz im eigenen Haus begraben. Die Toten galten als rituell unrein und so wurden später Friedhöfe in Wüstengebieten und an den Stadträndern angelegt. Römer und Griechen hatten vom Leben nach dem Tod dieselbe Vorstellung. Die Seele des Verstorbenen musste den Fluss Styx überqueren, um in die Unterwelt zu gelangen. Im Römischen Reich wurde der pater familias, der älteste überlebende Mann des Haushalts, zum Totenbett gerufen, wo er den letzten Atemzug des Sterbenden einzuatmen versuchte. Für die Hinterbliebenen war es Aufgabe und Pflicht, die Verstorbenen zu begraben.

Dabei war es aber Wunsch und Gesetz, dies außerhalb der Stadt zu tun. Reiche Römer bauten ihre Gräber entlang viel befahrener Straßen. Die Grabmale waren oft mit Mauern und Bäumen umgeben. Die Römer errichteten im Allgemeinen zu Lebzeiten die Gräber für sich selbst. Daher erscheinen in alten Inschriften Worte wie V. Die Römer konservierten ihre Toten nicht. Sie verbrannten die Leichen zumeist auf einem Scheiterhaufen.

Mitverbrannt wurden häufig Dinge, die dem Toten im Jenseits nützen sollten. Nach der Einäscherung des Leichnams füllten sie die Überreste in eine Urne aus Glas, Marmor oder Ton. Die Bestattung einer bedeutenden Persönlichkeit konnte zu einem Spektakel werden. Sie wurde von berufsmäßigen Bestattern, den libitinarii, organisiert und durchgeführt. Nach Reden auf dem Forum führte die Familie eine lange Prozession an.

Neun Tage nach der Beseitigung des Leichnams durch Beerdigung oder Verbrennung wurde das Fest cena novendialis gefeiert und eine Libation über Grab oder Asche vergossen. Während dieser Neun-Tage-Periode galt das Haus als unrein, funesta, man hängte Eiben- oder Zypressenzweige zur Abwehr böser Geister auf. Einige römische Feiertage dienten dem Gedenken der Verstorbenen einer Familie, wie die Parentalia vom 13. Mit dem Tod habe ich nichts zu schaffen. Platon hingegen sah den Tod anders auf sich zukommen. Auch das Philosophieren stand für ihn in unmittelbarer Beziehung zum Tod.