4-chloro bupropion

31.07.2018OffByadmin

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. In 4-chloro bupropion USA wird Bupropion seit etwa 20 Jahren als Antidepressivum eingesetzt.

In Kombination mit anderen Antidepressiva soll Bupropion einige Nebenwirkungen dieser Stoffe ausgleichen. Die Idee, eine sexuelle Dysfunktion aufgrund der Einnahme anderer Antidepressiva durch zusätzliche Gabe von Bupropion zu bessern, wurde nach mehreren negativ verlaufenden klinischen Studien verworfen. Die Substanz ist zur Raucherentwöhnung zugelassen und in Deutschland unter dem Namen Zyban erhältlich. Bupropion kann gegen ADHS verwendet werden, wobei die Substanz dafür keine Zulassung besitzt und an Patienten unter 18 Jahren nicht auf Wirksamkeit und Sicherheit geprüft wurde. Die Zulassung von Bupropion als Antidepressivum bestand in den USA seit 1984, wurde jedoch wegen wiederholter Meldungen von Krampfanfällen, die teilweise tödlich endeten, 1986 wieder entzogen. Nach darauffolgenden zusätzlichen Studien wurde festgestellt, dass Krampfanfälle eine seltene und dosisabhängige Nebenwirkung sind. Daraufhin wurde die Zulassung in den USA 1989 in niedrigerer Dosierung wieder erteilt.

In Deutschland wurde die Zulassung als Antidepressivum in einer retardierten Präparatform unter der Bezeichnung Elontril zum 2. Bupropion wurde auch schon vor der amtlichen Zulassung off-label als Antidepressivum angewendet. Seit Dezember 2007 ist Bupropion als Antidepressivum unter dem Handelsnamen Wellbutrin XR zu 150 mg und 300 mg zugelassen. Es wurde in die Spezialitätenliste aufgenommen und wird somit von der Grundversicherung der Krankenkasse vergütet. Chemisch ist Bupropion ein β-Ketoamphetamin-Derivat und gehört zur Gruppe der Cathinone. Allgemein ist es den Phenethylaminen zuzuordnen und dort der Untergruppe der Amphetamine.

Das Verhältnis der Wiederaufnahmehemmung von Dopamin zu Noradrenalin beträgt etwa 2:1. Durch seine intensive Verstoffwechselung kann man den Wirkmechanismus von Bupropion jedoch nicht ohne seine Metaboliten verstehen. Denn diese erreichen teilweise erheblich höhere Konzentrationen als Bupropion selbst. Bupropion wird in der Leber metabolisiert. Diese werden weiter in inaktive Metaboliten metabolisiert, die über den Urin ausgeschieden werden.

Die Verbindung neigt in wässrigen Medien zur Hydrolyse. Bupropion tritt in zwei polymorphen Kristallformen auf. C einen enantiotropen Festphaseübergang und wandelt sich in Form 1 um. Bei Raumtemperatur ist Form 2 die thermodynamisch stabilere Form. Die Synthese von Bupropion geht von 3-Chlorpropiophenon aus, das in einem ersten Schritt in α-Stellung zur Ketogruppe bromiert wird. Anschließend erfolgt eine nucleophile Substitutionsreaktion mit tert-Butylamin zur Zielverbindung.

Nicht gleichzeitig verwendet werden dürfen MAO-Hemmer, da diese auch auf katecholaminerge Stoffwechselwege wirken. Bei Alkoholkonsum unter der Behandlung gibt es Hinweise auf seltene neuropsychiatrische Nebenwirkungen. Bupropion selber wird über das Cytochrom P450-2B6 zu seinem aktiven Metaboliten Hydroxybupropion verstoffwechselt. Verhältnis von Bupropion zu Hydroxybupropion mit ungeklärter Auswirkung. Bupropion unterscheidet sich in seinem Nebenwirkungsprofil sehr von den gewöhnlich verwendeten Antidepressiva, weil als Nebenwirkungen vor allem die typischen Nebenwirkungen von Psychostimulanzien vorkommen. Häufigste Nebenwirkungen sind Mundtrockenheit und Schlaflosigkeit, wobei letztere durch Vermeidung der Medikamenteneinnahme zur Schlafenszeit vermindert werden kann. Bupropion kann sowohl Krampfanfälle bei Menschen auslösen, die keine diesbezügliche Vorgeschichte aufweisen, als auch die Krampfschwelle von Menschen mit Epilepsie senken.

Insgesamt sind Krampfanfälle jedoch auch bei diesem Medikament eine seltene und dosisabhängige Nebenwirkung. Bei längerer oder häufiger Anwendung kann ein Suchtverhalten nicht ausgeschlossen werden. Besondere Vorsicht ist geboten bei zu Psychosen neigenden Patienten, denn Bupropion kann in seltenen Fällen eine psychotische Phase auslösen. Dies gilt auch bei manisch-depressiven Menschen, denn dieser Wirkstoff kann eine sog. Bupropion viel weniger bis gar nicht einschränkend auf die sexuelle Funktion aus.