Nitroglycerin 1 mg

29.08.2018OffByadmin

Büro für Altlastenerkundung und Umweltforschung Dr. Unter dem Begriff „Rüstungsaltlasten“ werden ehemalige Sprengstoff-, Pulver-, Kampfstoff- und Nebelstoffabriken, Füllstellen, Munitionsanstalten, militärische Flugplätze und Übungsplätze aus der Zeit beider Weltkriege ebenso subsummiert wie Plätze, an denen Munition nitroglycerin 1 mg, gesprengt und vergraben wurde. Viele dieser „Rüstungsaltlasten“ werden heute zivil bzw. Rüstungsaltlasten“ ist erst seit Mitte der 80er Jahre langsam in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses gerückt.

Bundesrepublik Deutschland 4336 Rüstungsaltlasten erfaßt wurden. Flächen auch heute noch Sprengstoffrückstände aufgefunden werden. Ebenfalls nicht erfaßt sind ehemalige Flak-Stellungen, in deren Umkreis Belastungen durch sprengstoffspezifische Rückstände zu erwarten sind. Der Ausdruck „Rüstungsaltlasten“ trifft, obwohl auch von der Bundesregierung definiert, aber noch nicht in den Duden aufgenommen, nur für Flächen zu, auf denen bereits eine Umweltkontamination durch rüstungsaltlastenrelevante Substanzen nachgewiesen wurde. Für noch nicht untersuchte Standorte mit Verdacht auf Kontaminationen sollte der Begriff „Rüstungsaltlasten-Verdachtsfläche“ verwandt werden. Für die kommunalen Verwaltungen ist die Frage der Zuständigkeit, insb. Finanzierung der Erfassung, Untersuchung, Sicherung und Sanierung einer Rüstungsaltlast, von erheblicher Bedeutung.

120 Grundgesetz liegt die Zuständigkeit für die Erfassung und Beseitigung von Kriegsfolgelasten beim Bund. Tatsächlich werden vom Bund jedoch nur die Kosten der Kampfmittelräumung übernommen. Eine endgültige Entscheidung über die Zuständigkeiten für Rüstungsaltlasten steht zur Zeit noch aus. Zu den rüstungsaltlasten-spezifischen Substanzen zählen sämtliche Sprengstoffe, Treibmittel, Nebelstoffe und Kampfstoffe sowie eine Fülle von Hilfsstoffen. Diese Stoffe besitzen unterschiedliche chemisch-physikalische und toxikologische Eigenschaften. Auch für den analytischen Chemiker stellen die rüstungsaltlastenspezifischen Substanzen eine große Herausforderung dar.

Neben den gewünschten Endprodukten traten bei der Herstellung eine Fülle von Nebenprodukten auf. Durch chemische, photolytische und mikrobielle Prozesse im Boden und in der wassergesättigten Bodenzone sind aus diesen weitere Sekundärsubstanzen entstanden, so daß heute oftmals in Wasser- und Bodenproben aus Rüstungsaltlasten ein „chemischer Zoo“ gefunden wird. Viele der heute auf Rüstungsaltlasten nachgewiesenen bzw. Substanzen sind der chemischen Analyse nur schwer zugänglich und können auch zur Zeit noch nicht hinreichend toxikologisch eingeschätzt werden. Im folgenden werden kurz die wichtigsten, während der beiden Weltkriege produzierten und verarbeiteten Stoffe auf Rüstungsaltlasten benannt. Brisante Sprengstoffe sind handhabungssicher, besitzen hohe Detonationsgeschwindigkeiten und müssen durch Initialsprengstoffe zur Explosion gebracht werden. Sie wurden, meist in Mischungen, in Bomben, Granaten, Panzerfäuste etc.

Mit Ausnahme von Hexogen und Nitropenta gehören alle o. Die Gesamtproduktionskapazität für brisante Sprengstoffe lag 1945 bei 32. Initialsprengstoffe lassen sich durch relativ schwachen mechanischen Stoß oder durch Funken zur Explosion bringen. Explosivstoffe verstanden, die nicht detonieren, sondern kontrolliert abbrennen. Durch den kontrollierten Abbrand entsteht eine Treibwirkung, die zur Beschleunigung von Geschossen benutzt wird. Das älteste Pulver, das Schwarzpulver, wurde Anfang des 20.